Teil eines Werkes 
3. Band (1872)
Entstehung
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nach einer andern für Dich umzuſehen. Geh', mein Kind, rüſte Dich zur Abreiſe!

Johanna küßte den Vater und drückte Otte die Hand.Können Sie mir vergeben, Heinrich? Werden Sie mich nicht verachten?

Es ſteht geſchrieben, Johanna: Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet! Ich habe von Ihnen und Ihrem Vater nur Freundſchaft und Wohlwollen empfangen ich werde Ihnen die treueſte Freundſchaft erhalten!

Das lohne Ihnen der Himmel, Otte! Ich werde dieſer Geſinnungen würdig zu ſein ſtreben. Leben Sie wohl! ſtammelte Johanna und eilte davon.

Herr Werner, darf ich Groſſe ſchreiben, daß Fräulein Johanna noch frei iſt und daß Sie in dieſe Verbindung willigen werden, wenn es ihm gelingt, Johanna's Jawort zu erlangen?

Handeln Sie nach Gutdünken, wenn ſie in Groſſe's Charakter Vertrauen ſetzen! ſagte Herr Werner. Laſſen Sie mich aber ganz aus dem Spiele, denn mir liegt jetzt eine ſchwere Pflicht ob; ich kann mit Euge⸗ nien nun nicht länger zuſammenleben, nachdem ſie dieſe Tücke geübt hat. Das hieße die Bosheit krönen, die meine Kinder aus dem elterlichen Hauſe vertrieb.