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barſten meines Lebens! Beſchuldigen Sie mich keines Verſuchs der Täuſchung, weil ich ſeither gegen Sie über eine Thatſache geſchwiegen, deren Beſtätigung Sie in dieſem Brief wie in meinen Mienen leſen. Glauben Sie mir, ich erſchrack, als Johanna Sie vor vierzehn Tagen in mein Zimmer führte und um meinen Segen bat;— glauben Sie mir, daß mein Mannesſtolz, mein Vatergefühl den Muth nicht fand, Ihnen damals Johanna's Jugendfehler zu geſtehen und mein Kind vor Ihnen zu entwürdigen, und daß ich ſogar ſeither nicht die Kraft hatte, Ihnen eine Mittheilung zu machen, Sie
„Ich begreife dieß alles, beſter Herr Werner!“ ſiel ihm Otte in's Wort, um dieſen Auftritt abzukürzen, welcher den armen Werner faſt zu Boden drückte.„Nie iſt in mir auch nur der leiſeſte Verdacht an Ihrer Ehre und Offenheit aufgeſtiegen, und ich bin bereit, Fräulein Johanna mein Wort zu halten.“
„O nein, das kann nun nicht mehr geſchehen, und wenn das Herz meines Kindes darüber bräche. Nun die Sachen ſo ſtehen, Otte, dürfen wir dieſes Opfer von Ihnen nicht annehmen. Haben Sie irgend eine Ahnung, von wem dieſer Brief herrührt?“
„Nein, die Handſchrift iſt mir ganz fremd!“
„Dieſen Brief, dieſes feige tückiſche Blatt hat...


