Teil eines Werkes 
3. Band (1872)
Entstehung
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Leonie ſprang auf und wies mit entſchiede⸗ ner Geberde das Papier zurück.Sie hätten ſich dieſe Mühe erſparen können, Herr Otte, ſagte ſie in einer leidenſchaftlichen Aufwallung, die jedoch nicht ganz na⸗ türlich zu ſein ſchien;ich verſtehe nichts von ſolchen Dingen und werde mich niemals dazu herbeilaſſen, auf mein Gut Hypothekſchulden zu machen, deren Deckung durch Auheim im höchſten Grade unſicher iſt. Auheim hat meine Achtung verſcherzt, und hätte ſich bei mir auch nur ein Fünkchen von Theilnahme für ihn erhal⸗ ten, ſo würde er derſelben durch dieſen Brief hier ver⸗ luſtig gegangen ſein. Wiſſen Sie, was für eine Alter⸗ native dieſer durchaus gemeine Menſch mir hier in die⸗ ſen Zeilen ſtellt? Entweder ſoll ich augenblicklich zu ihm unter ſein Dach zurückkehren und ſein Schickſal theilen, oder mir durch das Darlehen von dreißigtau⸗ ſend Thalern meine ſeitherige Freiheit erhalten. Was ſagen Sie dazu?

Bue zuckte die Achſeln.Von dieſem Inhalt des Briefes wußte ich nichts und kann eine ſolche Forderung natürlich nicht billigen, ſagte er,ich finde ſie ſogar unanſtändig; allein bedenken Sie, Madame, die Lage, worin ſich Herr Auheim momentan befindet. Er hat den Kopf verloren, er greift nach jedem Mittel in der unſeligen Verblendung des Verzweifelnden, denn die

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