Teil eines Werkes 
3. Band (1872)
Entstehung
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Sie hier, Stiefmutter? ſtieß das Mädchen er⸗ ſchrocken hervor, als die Fremde den Schleier zurückge⸗ ſchlagen hatte und Hedwig in die gemeinen grinſenden Züge der Eliſabeth Stransky blickte. Kaum vermochte ſie einen Angſtſchrei zu unterdrücken; aber ihr Arm bebte heftig in der Hand der Fremden.Was wollen Sie hier?

Dich beſuchen, Kätzchen, und Dir zu Deinem Glück gratuliren, mein Herzblättel, verſetzte Eliſabeth. Schwerenoth, wie ſchmuck Du geworden biſt! Na, eine quicke ſchwarze Katze warſt Du immer. Blitz, wie wer⸗ den ſich die Männer um Dich reißen, wenn Du erſt die Erbſchaft von Deinem alten Filz von Großvater eingethan haſt! Dann ade Putzmamſell, dann biſt Du eine reiche Dame!

Ich weiß nicht, was Sie damit ſagen wollen, ſagte Hedwig mit Widerſtreben und ihre dunklen Augen blickten trotzig und unwillig zu dem Weibe auf, das ihren Arm noch immer feſthielt.Ich bin eine arme Waiſe, und der ſelige Maruſchke ging mich nichts an.

Wer weiß, Kätzchen, wer weiß! Vielleicht geht er Dich doch näher an, als Du glaubſt! Dein Vater hat es gewußt, daß der alte Geizhals Deiner Mutter Groß⸗ vater war! Hätte er's erlebt, ſo wär' er vor den Alten getreten und hätte ihm noch eine böſe Viertelſtunde ge⸗