Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

+

kehr ins Vaterhaus zu wünſchen, wo Sie ſicher mit

197

jungen Freundinnen über ihre erhaltenen reichen Ge⸗ ſchenke freute.Hier, mein Kind, ſtelle ich Dir meinen wackern jungen Freund, Heinrich Otte vor, von welchem ich Dir ſchon ſo vieles erzählt habe!

Ottilie drehte ſich lebhaft um und maß Otte mit ihren großen intelligenten Augen, welche lebhaft an diejenigen ihres Vaters gemahnten. Heinrich ſah in ein friſches Geſicht, das nicht eben ſchön und regelmäßig, aber upgemein anmuthig war; ein naives Stumpf⸗ näschen, reizende Grübchen in Kinn und Wange, weiche kaſtanienbraune Locken, welche über das kleine feine Ohr herabfielen, ein niedlicher zarter Wuchs unter Mittelgröße, eine weiße ſchmale Hand und eine gewiſſe kindliche Befangenheit bei ſchalkhafter Munterkeit, liehen Ottilien etwas Gewinnendes.

Ich freue mich ſehr, Sie kennen zu lernen, von dem Papa mit ſo vieler Auszeichnung ſchreibt und ſpricht! ſtammelte ſie und gab ihm treuherzig die Hand.Schenken Sie auch mir Ihr Wohlwollen, Herr Ste

Von Herzen gern, mein Fräulein, denn Sie ge⸗ winnen mich ja ſchon durch das Ihrige, entgegnete Otte.Geſtatten Sie mir, Ihnen Gliück zu der Heim⸗

großer Sehnſucht erwartet worden ſind!