Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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das Papier, und rief dann in's Comptoir hinaus: Reichhelm! geben Sie mir einen Kaſſenſchein von fünf⸗ undzwanzig Thalern und einen Doppelfriedrichsd'vr. Und nun guittiren Sie mir, Herr Otte. Dieſe fünfund⸗ zwanzig Thaler hier ſind für ihre Mutter Zins und Zinſeszins von eilf Thalern in mehr als vierzehn Jahren erreicht annähernd dieſen Betrag; und dieß hier, ſetzte er hinzu indem er ihm das Goldſtück zuſchob,dieß als Entſchädigung für Ihr vergebliches Warten, obſchon es nicht meine Schuld iſt!

Habe ich ohne Ihre Schuld gewartet, ſo ſind Sie mir auch keine Entſchädigung ſchuldig! entgegnete Otte ruhig und mit ernſtem Blicke und ſchob das Goldſtück zurück.Das andere Geld nehme ich dankbar namens meiner Mutter. Allein was mir nicht gebührt, das beanſpruche ich auch nicht, Herr Auheim, ſonſt würde es ausſehen, als erkauften Sie mein Schweigen über andere Dinge, worüber Sie auch ohnedem meiner Dis⸗ kretion verſichert ſein dürfen. Guten Tag. Damit ver⸗ ließ er das Zimmer.

Herr Auheim war in einer peinlichen Verlegenheit und ſehr ungehalten. Dieſe Begegnung war ihm höchſt unerwartet und unwillkommen, zumal er ſich geſtehen mußte, daß ſein Landsmann einigen Grund habe, ihm

böſe zu ſein, oder ihn wenigſtens nicht ſehr zu achten.