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einer ſtummen Geberde und wandte ihm den Rücken. Als dieſer aber noch nicht ging, vielmehr in ſeiner Brief⸗
taſche noch etwas ſuchte drehte er ſich abermals nach
ihm um und fragte ungeduldig:„Haben Sie noch ein Anliegen? Beanſpruchen Sie vielleicht ein Wartegeld?“ „Mit nichten,— zwar auch ein Wartegeld, aber in anderem Sinne“, erwiderte Otte und ſchaute dem kleinen Herrn ſehr feſt in's Geſicht.„Als Sie vor vier⸗ zehn Jahren aus Herrn Munzels Hauſe austraten und Waldenburg verließen, um— eine andere Carriere aufzuſuchen“, fuhr Otte mit ganz eigenthümlicher Be⸗ tonung fort,„da blieben Sie meinem Vater, dem Schuh⸗ machermeiſter, noch eilf Thaler für gelieferte Arbeit ſchuldig, deren Bezahlung auch von dem Herrn Cantor Auheim nicht zu erlangen war, wie dieſer beglaubigte Auszug aus den von mir geführten Büchern meines Vaters beweiſt. Die Schuld wäre zwar eigentlich ver⸗ jährt, aber mein Vater iſt todt und meine arme Mutter blind. Und da Sie nun reich ſind, Herr Au⸗ heim, und ſich die Einrede der Verjährung gegenüber einer armen Wittwe gewiß nicht zunutze machen wollen ſo bin ich ſo frei—“ „Geben Sie her!“ fiel ihm Herr Auheim unge⸗ duldig und mit einer unüberwindlichen Verlegenheit in's Wort;„laſſen Sie ſehen!“ Und er überſah flüchtig


