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der Briefträger der mich gar nicht kennt, hätte keinen Grund gehabt, mich zu hintergehen.“
„Und doch hat er Sie mhſtificirt— um es mild auszudrücken. Wer ſind Sie? Was wollen Sie?“
„Ich bin der Kaufmannsdiener Heinrich Otte aus Waldenburg, der ſich vor drei Wochen um die von Ihnen ausgeſchriebene Commisſtelle bewarb und ſeither immer mit Verſprechungen hingehalten worden iſt“, ſagte der Fremde gelaſſen.„Ich hatte mir geſchmeichelt, daß Sie ſich meiner als eines Landsmannes erinnern
und mich bei der Wahl Ihres Commis einigermaßen
als ſolchen begünſtigen würden!“
„Landsmann! wie ſo denn?“
„I nun, Herr Auheim! Sie ſind ja doch der Cantorsſohn aus Waldenburg und haben vor mir bei Herrn Gotthilf Munzel daſelbſt die Handlung erlernt. Ich kenne Sie von da her noch ſehr gut. Sie haben mir manches Pfund Kaffee oder Zucker ausgewogen!“
Das blaſſe Geſicht des Herrn Auheim überflog eine leichte Röthe der Verlegenheit, aber er wagte die Richtig⸗ keit von Otte's Behauptungen nicht zu leugnen.„Wann kamen Sie zu Munzel in die Lehre?“ fragte er barſch.
„Ein Vierteljahr nachdem Sie dort— ausgetreten waren“, verſetzte Otte.
Des Bankiers Verlegenheit ſtieg; er ſetzte den
„
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