239.
„ auf Sie losbrechen werden und die meine in Anſpruch nehmen werden. Ich gehe ſtehenden Fu⸗ ßes zu Gladiſch, den ich zu meinem Erſatzmann vorge⸗ ſchlagen habe und übergebe ihm meine Papiere und Inventarien.“
„Schön, aber gehen Sie zuvor hinaus auf's Comp⸗ toir!“ ſagte Auheim.„Es ſoll ein Frauenzimmer da ſein, das ſich wegen jener Annonce gemeldet hat— eine Eliſabeth Stranskh oder wie ſie heißt!“
Otte eilte hinaus und war bald mit der Beſitze⸗ rin des äghptiſch⸗magiſchen Zauberpalaſtes in angele⸗ gentlichſter Unterhandlung. Es war ein großes derb⸗ knochiges Weib mit gemeinen ſchlauen Zügen, in einem merkwürdig bunten und ſchäbig⸗vornehmen Anzug, die Finger voll Ringe, behangen mit goldenen Ketten und ſonſtigem Schmuck. Sie begrüßte Otten mit einem ſüßen vertraulichen Lächeln und einer kriechenden Höf⸗ lichkeit und fragte, nachdem ſie ſich zu erkennen gege⸗
ben, nach dem Zweck der öffentlichen Aufforderung.
Otte deutete ihr an, um was es ſich handle, und ver⸗ ſprach ihr unter der Bedingung, daß ſie genügende Beweismittel für Hedwig's Herkunft herbeiſchaffe, eine anſtändige Belohnung, die ſich unter Umſtänden zu einer lebenslänglichen Rente ſteigern könne. Die Frau hörte ihn lauernd an und ſchien eben ſo behutſam als


