„Barmherziger Gott, auch das noch!“ jammerte Auheim und ſank vernichtet in einen Stuhl.
„Fragt nach Herrn Otte! Iſt Herr Otte ſchon weg⸗ gegangen?“
„Nein, Herr Becker, ich bin noch hier,“ verſetzte Otte, die Thüre öffnend, und trat durch das Cabinet in's Comptoir hinaus,„was wünſcht man von mir?“
„Der Herr Gerichtsdirector bittet Sie um Ihren Beſuch, er wünſcht Sie augenblicklich in einer dringen⸗ den Angelegenheit zu ſprechen,“ ſagte der Gerichtsbote. „Sie werden erwartet, ſoll ich Ihnen ſagen!“
„Gut, ich werde ſogleich kommen; empfehlen Sie mich dem Herrn Director,“ verſetzte Otte und kehrte zu ſeinem Principal zurück, den er einer Ohnmacht nahe fand.
„Otte, was hat das zu bedeuten?“ ſtammelte Au⸗ heim. Geben Sie Acht, das betrifft mich!“
„O nein,— ſicher nicht,“ verſetzte Otte, ſeinen Hut nehmend,„ich bin überzeugt, es betrifft nur irgend eine Angelegenheit des Maruſchke'ſchen Nachlaſſes.“
„Wollte Gott, aber ich kann meine ſchlimmen Ahnungen nicht los werden, Otte. Kommen Sie doch ja ſogleich wieder zurück, und ſagen Sie auf dem Comptvir, daß ich für niemand zu ſprechen ſei, als
für Sie,— daß ich krank ſei— es iſt bei Gott keine 15*


