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ſtadt gemacht! Wie finden Sie es im Verhältniß zum Hriginal?“ und damit holte er Ottilien herbei, die halb verlegen, halb ſchalkhaft lächelte und ihre großen braunen Augen zu Otte aufſchlug.
„Ich finde es ſehr ähnlich, wenn auch nicht ſo ſeelenvoll und freundlich, wie das lebendige Urbild“, entgegnete Otte nach einer aufmerkſamen Vergleichung, welche Ottilien das Blut in die Wangen getrieben hatte.
„Ganz meine Anſicht, lieber Otte! Kind, zeig' ihm nun Deine Zeichnungen, er verſteht ſich darauf“, ſetzte er dann hinzu, und ging in das große Zimmer, um die Leute von ſeinem Comptvir zu empfangen, die trupp⸗ weiſe eintrafen, da ſie ebenfalls zu Tiſche geladen waren.
Ottilie holte ihre Mappe herbei und zeigte ihm ohne Prüderie ihre Leiſtungen auf dem Gebiete der Zeichenkunſt, geſtand aber ganz naiv, daß ihr eigen Verdienſt ſehr klein ſei, indem Papa's Güte ihr ja die beſten Lehrer der Hauptſtadt verſchafft habe. Unähnlich den meiſten andern Mädchen ihres Alters, welche in der Penſion ſchon für Damen gelten wollen, hatte Ottilie ſich noch alle Friſche und Kindlichkeit der Jugend bewahrt, und gab ſich mit ungezwungener Na⸗ tur und Munterkeit. Das Naive kam bei ihr noch mehr zur Geltung, als bei Johanna, denn es war
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