Teil eines Werkes 
3. Theil (1824)
Entstehung
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dieſen Montesquien, und doch ſtellſt Du jenen weit uber ihn. Darfſt Du ſo partheſiſch richten? Auf einer andern Wage mußt Du wiegen lernen und nicht auf der, die Dir die leidenſchaftliche Verblendung in die Haͤnde giebt. Verſuͤndigte ſich Montesquieu an CondéC, ſo geſchah das im wilden Rauſche der Uebereilung, wo Niemand ſeiner mäch⸗

tig iſt, in einem Augenblicke, wo der

Geiſtesſtarke oft ein Schwächling wird. Das

Unrecht, was wir angerichtet haben, bewegt

uns oft zu ſchmerzvoller Reue, aber ſie ver⸗ mag es nicht, geſchehenes Böſe gut zu machen und das ausgelöſchte Leben wieder anzuzuͤnden. So wie ich's glauben muß,

ſteht der Capitain bei Deinem Vater ſehr

hoch angeſchrieben, und ſehr uͤbel wuͤrde er es Dir nehmen, wenn Du Dir's merken

ließeſt, daß er ſeine Gunſt einem Unwurdi⸗

gen zuwendet. Wir glauben immer, daß

der, welcher das Licht, in dem wir Andere

ſehen, verdunkelt, uns zugleich in Schatten

ſtelt und ſich das ſtolze Recht anmaßt, III. 3