Teil eines Werkes 
3. Theil (1824)
Entstehung
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Tochter geben? Erwarte nicht das Un⸗ moͤglichſte von ihm, es ſteht nicht in ſeiner Macht, er kann's nicht leiſten. Sey's nach Deinem Urtheile recht oder unrecht wie er handelt, es giebt einen höhern Richter, der die That richtet, als wir Menſchen. Mit wahrhaft frommen Sinn geſchieht in dieſer Welt ſo Manches, was das Geſetz der Obrigkeit beſtraft und der, der es veruͤbt,

weiß ſich in ſeinem Gewiſſen ſchuldenfrei.

Das beſte Kind iſt das, was ſchweigend der Stimme des Vaters folgt, wenn ein ganz anderes Gebot in ihm daſſelbe auch einen andern Weg gehen beißt. Den ſchwerſten Gehorſam leiſten, das die

rechte Tugend.

Und wie koͤnnte die Liebe zu dem Comte, ein bloßes Hirngeſpinſt der Phan⸗

taſie, von der Thorheit und Unuͤberlegtheit

gewebt, Dich ungerecht gegen das Verdienſt

jedes andern Jünglings machen! Eigentlich

kennſt Du dieſen Comte nicht beſſer als