Teil eines Werkes 
3. Theil (1824)
Entstehung
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getheilt ihre Seele, und fuͤr ein anderes Gluͤck, das ſie ſich von der Zukunſt traͤumte, war in ihrem Innern kein Raum.

Anfangs ſchien Johanna in Montes⸗ quieu's Naͤhe aͤngſtlich und ſchuͤchtern zu ſeyn, ſie ſah ihm nicht ins Geſicht und gab ihm auf mehrere Fragen nur kurze Antworten. Bald ſpann er den Faden ei⸗ nes bunten Erzaͤhlens an und merkte dabei ſorgſam auf ihr Mienenſpiel, um ihre Ge⸗ danken und Empfindungen, ihren Geſchmack zu errathen. Er glaubte richtige Ent⸗ deckungen zu machen, betrachtete ſie von der Seite und fand, daß ſie das ſchoͤnſte Profil einer Jungfrau hatte, die je ſein Auge ſah. Je ruhiger ſie in ihrem aͤußern und innern Weſen blieb, deſto ſtuͤrmiſcher wurde es in ihin, und er mußte ſich das Geſtandniß thun, daß er in dem einſamen Chartreu ein Maͤdchen fand, das einen tiefern Eindruck auf ihn machte, als es bisher die ge⸗ ſchmuͤckteſte, geiſtvollſte und feinſte Pariſerin