Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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wurde dafuͤr mit beſondern Auszeichnungen belobt.

Bei dem jungen Herzog von Guiſe, der bei der Koͤnigin und ihrem Sohne, Carl IK., in großem Anſehen ſtand, der die Rache gegen die Calviniſten immer noch wegen des Todes ſeines Vaters im

Herzen trug und ſich ſchon Coligni als

das Opfer auserſehen hatte, das er hinrich⸗ ten wollte, war Montesquieu als ſein erſter Liebling ſehr geachtet. In ihm glaubte er

den gewiſſen Mann gefunden zu haben, der

vor einer blutigen That nicht zuruͤckſchau⸗ derte, wenn er ihm die Gelegenheit, ſie zu vollziehen, anwies. Er ſchätzte die Kennt⸗

niſſe, die Geiſtesgewandtheit, die feine Sitte,

den unerſchrockenen Muth dieſes wahrhaft ſchönen, kraftwolen Junglings, der ſein ſanftes Weſen nur dann ablegte und von Wuth und Eifer gluͤhte, wenn er einem Calviniſten gegenüber ſtand. Einigemal

ließ der Herzog harte Worte gegen Coligni