— 204—
viniſten, gefallen war, riß ihn zu Freude⸗ bezeigungen fort, wodurch ſelbſt gemaͤßig⸗ tere Katholiken empört wurden. Er nahm den jungen Hauptmann Montesquien, der an Conde die Schande verubte, daß er ihn erſchoß, da er ſchon als Gefangener in den Haͤnden ſeiner Feinde war, auf's glaͤnzendſte in ſeinem Hauſe auf, ſtellte ihm zu Ehren ein feſtliches Mahl an, ſchenkte ihm einen goldenen Degen, bat um ſeine Freundſchaft und ſicherte ihm die Gewaͤhrung jeder Bitte zu, wenn die Er⸗ fuͤllung derſelben in Kraͤſten ſtehe. In der Verſammlung der Gaͤſte ſagte Mon⸗ tesquien, der die aufbluͤhende, ſchone Jo⸗ banna als die Tochter des Hauſes kennen lernte:„Herr Marquis, halten Sie Wort, wenn ich Sie an ein Verſprechen erinnere, was mir Ihre Gute heute gab.“
DDieſes ungeſtum, dieſer Haß und Verfolgungsgeiſt des Marquis gegen die Reformirten, den er zu öffentlich verrathen
*


