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er ihn mit einer Ruhe, woruber ſich ſeine Gattin ſelbſt wunderte. Julien flog
vor Angſt die Bruſt auf und nieder, ſie
zitterte fuͤr die Liebe ihres theuern Bruders. Ohne Unterbrechung las der Comte den Brief vom Anfange bis zum Ende und ſagte dann:„Was ich fuͤrchtete iſt einge⸗ troffen. Male Du nur Deine Liebe mit den ſchoͤnſten Farben, mir erſcheint ſie doch als ein abſchreckendes Geſpenſt! Ich moͤchte den Brief, mit Anmerkungen begleitet, dem
Marquis zuſchicken, der wird dem unſinni⸗
gen Thoren eine Antwort geben, die eine Arznei enthaͤlt, welche ihn von ſeiner Raſerei am erſten heilt. Aber wie erfuhr
„
er's denn, daß die Katholikin, die mit ihm ſchwaͤrmt, ihn liebt und ſeine Neigung er⸗
wiedert? Waͤre ich unter den Meinen ver⸗ rathen, haͤtte man mit ihm ein Complott gegen mich geſchmieder? Du, Julie—“—
Sie zitterte, ſie erroͤthete, ſie verſchwieg
kein Wort, ſie geſtand was ſie wußte und
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