— 38—
den Kleinen kann man mit Wahrheit ſagen, ſie gehoͤren keiner Religionsparthei an, und halten ſich zu der, zu welcher ſie geführt werden“—„Aber die Chartreus ſtanden doch immer in dem Rufe einer großen Rechtglaͤubigkeit. Schon unter Franz l. ſteckte ein Chartreu keinen Abend, acht Tage hinter einander, ſein Schwert in die Scheide, ohne daß es von Calviniſtenblut gefärbt war. Das religiöſe Gefuhl pflegt in der Regel von den Eltern auf die Kin⸗ der fortzuerben, indeß die Toͤchter machen bisweilen Ausnahmen— er blickte ſeine Frau an, als ob dies ein Vorwurf fuͤr ſie und Johannen ſeyn ſollte— und ſo mag dieſe wohl von der letzten Comteſſe hier gelten, die auch in dieſem Punkte meiner Mutter ſehr unähnlich war und wohl zum Hauptgrunde diente, daß ſich die Schweſtern ſelten, ſelten beſuchten.“
„Hoͤren Sie, mein Freund, wenn ein WMenſch je wieder zu Ihnen koͤmmt, er ſey


