Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

welch ein gebildeter, kluger und frommer Juͤngling iſt dieſer Comte, ſagte die Mar⸗ quiſe, indem ſie ihm noch mit geheimen Vergnuͤgen nachblickte. Er ging ſehr raſch, als ob er den Gefühlen nicht laͤnger Raum geben wollte, die der Garten ſchmerzlich in ihm aufregte, von dem er ſich wie von ſei⸗ ner Unſchulds⸗ und Freudenwelt trennen mußte. Die Gouvernante ſtimmte in das Lob der Marquiſe ein und uͤbertrieb es faſt. Johanna aber ſagte nur:Mutter, Du mußt dem Comte auch Wort halten und nach Hauteverd reiſen. Ich wuͤnſche die Comteſſe Julie kennen zu lernen, viel⸗ leicht kann ſie mich lieben, und ſo hätte ich hier doch eine Freundin. Die Mutter ver⸗ ſprach, ihren Wunſch zu erfuͤllen, aber nur die Gouvernante ahnete es, daß eine andere Macht das Mädchen nach Hauteverd zog. Es blieb in ihr vollig ungewiß, ob ſie ſich uͤber die Bekanntſchaft des Junglings freuen oder betruͤben ſollte, er hatte Worte ge⸗ redet, die ihr verwundend wie ein Pfeil ins