Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

„

— 191—

Goͤttliches, Verpflichtendes, als unerlaͤßlich

zur Tugend und Seligkeit erſcheint's doch

den Katholiken. Verſuchen Sie es, ihn eines andern zu belehren, beweiſen Sie's

ibm, daß das Irrthum iſt, was er fuͤr Wahrheit haͤlt, und er wird Sie mit allen Waffen wie ſeinen argſten Feind bekrie⸗ gen.“—„Aber der Marquis iſt doch ein kluger Mann, er wird doch Menſchl liches und Göttliches unterſcheiden muͤſſen?“— „Herr Comte, wenn uͤber Religion und Glauben 8 ba ndelt wird, da geht die klügſte Vernunft 3 Kruͤck en. Was das Herz glaubt, d ſics von dem Berſtande nicht widerlegen. Eine Reiigion, der wir von Jugend auf gewetht waren, die wir mit der Muttermilch einſogen, die ſich in alle Faſern unſeres innern Lebens ver⸗ ſchlungen hat, iſt kein Licht, das man ſo

leicht auslöſchen kann, damit es nicht mehr brennt und leuchtet. Was wir als Wahr⸗

heit erkannten, kann uns nicht als Irrthum

erſcheinen. Und welcher Glanz, welche 3

—