283 eine Weile fortgeſponnen werden konnte. Sie war mit der großen Welt bekannt,
und hatte, als eine ehemalige Gräfin, eine
ausgezeichnete Erziehung genoſſen. Auf den feinſten, natuͤrlichen und ungekuͤnſtel⸗ ten Geſellſchaftston verſtand ſie ſich ganz⸗ Die Unterredung mit dem maͤnnlich ſcho⸗ nen, ungemein gebildeten Offizier machte ihr geheimes Vergnuͤgen. Sie behandelte ihn mit der groͤßten Zartheit. Wir laſſen es noch unentſchieden, ob ſie nicht darum ſo zuvorkommend war, weil ſie das ge⸗ heime Plaͤnchen entwarf, dieſen jungen Mann mit Annen, ihrer zweiten Tochter, in Verbindung zu ſetzen.
Nach einer Stunde etwa kam Erlach, begrußte die Frau von Birkenfeld und ſagte leiſe zu ihr, daß es Willing hoͤren konnte:„Iſt Willing nicht ein recht lie⸗ ber Menſch?“— Sie laͤchelte.— Zu ſei⸗ nem Freunde aber ſagte er:„Bleibe noch hier, ich habe es meiner Braut geſagt, daß Du hier biſt, bei ihrer Mutter ſitzeſt, bald wird ſie kommen, um Deine Be⸗


