Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
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59 Sie giebt noch zu viel auf den Ton vor⸗ nehmer Geſellſchaften und iſt mir oft in ihrem Weſen zu abgemeſſen, mehr gebil⸗ det, als ich's wunſche. Sie kann ſich, bei dem Bewußtſehn innerer Güte, noch nicht von dem oft ſchiefen Urtheil der Welt losmachen, was uns in unſerm Thun und Laſſen in der Freiheit ſtört und uns zu Sclaven Anderer macht. Meine Auguſte, vergieb mir dieſen Tadel, mit dem ich's doch nicht boͤſe meine. In gleicher Ver⸗ dammniß bin ich bei Dir, weil ich zu we⸗ nig auf Sittenfeinheit und Hoͤflichkeit achte und da magſt Du auch wohl nicht Unrecht haben. Die Tante, die Tante in der

Stadt hat Dir die feine Manier einge⸗

ſchaͤrft, die Du Dir ſo ſchwer abgewoͤh⸗

nen kannſt.“

„Lieber Mann,“ ſagte Auguſte lä⸗

chelnd,„ſprich doch nicht von Deiner Grille.

Wer Dich nicht ſo genau kennt, wie ich⸗

der koͤnnte Dich und mich leicht verkennen.“ „Bruder,“ fiel ihm die Hamburgerin

ins Wort,„was Du tadelſt, muß ich lo⸗