Sinn, der nur das Gute liebt und es ernſt⸗ lich will Ihre Schoͤnbeit, ihre heitere Freundlichkeit, ihr ganzes liebliches Weſen, das ſie auch geſtern bewies, hat mich un⸗ widerſtehlich zu ihr hingezogen. Bedenken
Sie ſich, ob Sie in mir den Mann wohl
finden, von dem Sie glauben koͤnnen, daß er Ihre Tochter ſo gluͤcklich macht, als es in dieſem unvollkommnen Leben moͤglich iſt.
Haben Sie oder hat Auguſte ſchon anders gewahlt, ſo verſchweigen Sie mir das
nicht „Lieber Herr Amtmann,“ erwiederte
Merian,„ſo willkommen mir Ihr Antrag
iſt, er uͤberroſcht mich. Von keiner Wahl
weiß ich, die Auguſte getroffen haͤtte. Für einen redlichen Juͤngling halte ich Sie; aber, ehe ich meinen Conſens gebe, müſſen Sie mir Bedenkzeit laſſen. Auguſte iſt frei und nie werde ich ſie zwingen, einen Schritt zu thun, von dem ihr Lebensgluͤck abhängt. Begnuͤgen Sie ſich mit dieſer Erklaͤrung, mehr kann ich Ihnen noch nicht zuſichern.“
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