Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
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Nach Verlauf eines halben Jahrs wurde in Weſtgreußen die Hochzeit des gluͤcklichen Paares gefeiert. Die Hambur⸗ ger waren auch dabei zugegen. Unuͤber⸗ trefflich ſchoͤn war die Traurede, die der Pfarrer hielt. Mit den koſtbarſten Ge⸗ ſchenken wurde das Brautpaar beſchenkt. Am freigebigſten zeigte ſich aber der Herr von Einſiedel. Seine kleine Thereſe, die Carl von ihrer Augenkrankheit geheilt hatte, war wie ein Genius gekleidet und uͤberreichte ihm zwei Diamantringe von hohem Werthe mit den Worten:Dieſe Ringe ſind Dein. Einen gieb Deiner Braut. Hell, wie dieſe Steine, haſt Du meine truͤben Augen gemacht. Schoͤn, wie ſie, ſey euer Leben!

Kinder, bat der Amtmann nach der Hochzeit,bleibt bei uns und zieht nicht weg. Die obern Zimmer des Hauſes rich⸗ tet euch ein, ſo ſchoͤn ihr wollt, die Koſten gebe ich dazu. In unzertrennlicher Ge⸗

meinſchaft muß ich mit euch leben bis an's

Ende meiner Tage. Wer Deiner ärztlichen

Huͤlfe bedarf, der wird ſie hier auch ſu⸗

2 chenLieber Vater, erwiederte ihm 6

Carl,wo ware ich mit meiner Marie lie⸗ ber, als in der Nähe ihrer und meiner Eltern! Wohnt nicht auch der undergleich⸗ liche Graf mit ſeiner Gattin hier? Das Geraͤuſch der großen Welt mit allen ihren

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