Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
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was ich bin und habe, iſt Dein! Ver⸗ traue meinem Herzen! Fromm und edel, ohne Rache und Feindſchaft bliebſt Du⸗ als ich Dir auch unverdient zuͤrnte, Du haſt die ſchoͤnſte Tugendprobe beſtanden.. Herr Pfarrer, welche maͤchtigen Bande verbinden uns nun! Keine Macht kann ſie trennen! Verzeihen Sie, wenn ich auch Ihnen manche truͤbe Stunde machte! Sie wiſſen es, der Menſch kann irren und

fehlen; aber er kann ſein Vergehen auch

wieder gut machen und dazu bin ich mit voller Seele entſchloſſen.

Der Pfarrer umarmte den Amtmann und ſprach:Wir preiſen den Allmaͤchti⸗

gen, er hat Alles wohl gemacht, gelobt ſey

der Name des Herrn! Carl gab es nicht zu, daß Mariens Ruhe durch die Beſuche ihrer beſten

Freunde geſtoͤrt werden durfte, er uͤber⸗

zeugte ſie, wie man Alles vermeiden muͤſſe, was ihr Gemüth zu ſtark bewegte. In der erſten Zeit hielt er ſich nicht laͤnger dei ihr auf, als er es als Arzt fuͤr gut fand. Seine Mutter aber wich Tag und Nacht nicht von ihrer Seite. Der Amt⸗ mann wollte Carln in ſeiner Naͤhe haben, er mußte zu ihm in das Amthaus ziehen und ihr ſteter Umgang befreundete Beide bald mit einander. Neuverg konnte kei⸗ nen halben Tag ohne Carln leben und