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den, die unſere Kurzſichtigkeit nicht erſah. Nur Geduld, meine beſte Marie, was uns als Uebel erſcheint, muß uns zum Segen dienen.“
Der Juͤngling ließ ſich vom Anfange biä zum Ende den Krankheitszuſtand Ma⸗ riens mit den kleinſten Umſtaͤnden erzaͤhlen und ſagte dann:„Eine Unterſuchung der Augen kann ſchwerlich ſchon uͤber den Er⸗ folg der Cur entſcheiden, nach mehreren Tagen wird ſich's ausweiſen, ob wir hof⸗ fen duͤrfen oder nicht. Da Marie darauf drang, daß er den Zuſtand ihrer Augen unterſuchen ſollte, fand er ſich dazu bereitwillig und ſagte dann:„Wenn meine Haͤnde nicht zitterten, wuͤrde ich die Ope⸗ ration heute noch unternehmen; aber ſo darf ich's nicht wagen. Morgen bin ich vielleicht ruhiger, und dann gehe ich an das wichtige Werk, von deſſen Gelingen mein Alles abhaͤngt. Herr Amtmann, wol⸗ len Sie mir Ihr Kind anvertrauen? Bei Gott ſchwoͤre ich's, daß ich nichts unter⸗ nehme, wozur ich mir die Kraft nicht zu⸗


