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274 vaß es ihr unmöglich war, ein Schreiben
an ihn abgehen zu laſſen.
Waͤhrend ſeiner Reiſe, als Marie die Hoffnung hatte, daß Carl kommen werde, heiterte ſich ihr Gemuͤth ſehr auf und leich⸗ ter wurde ihr die Laſt, die ſie bisher nie⸗ derdrückte. Daß ihre Blindheit und das
in ihren Augen erloſchene Licht ſeine Liebe
gegen ſie ſchwaͤchen werde, das konnte ſie durchaus nicht glauben, ja, ſie dachte ſo⸗ gar, daß das Mitleid ſeine zärtliche Nei⸗ gung gegen ſie noch vermehren werde. Milder und guͤtiger waren auch die Geſin⸗ nungen des Vaters gegen Carl geworden
und er äußerte das in manchen Reden
zwar nicht deutlich, aber fuͤr Marien doch
begreiflich. Nur überfiel ſie dann eine tiefe Traurigkeit, wenn ſie dachte, daß Carl ihr nicht helfen könne, dann wieder von ihr ſcheiden, und ſie verlaſſen werde. Der Amtmann hingegen ſagte zu ſeiner Gattin:„Ich mußte Euren Bitten nachge⸗ ben, daß der junge Menſch aus Paris
kömmt. Vertrauen zu ſeiner Kunſt habe
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