53 ſie's nicht wußte, ob er nicht ſchon eine
erwaͤhlte Braut hatte, weiter nichts als
eine Jugendthorheit war, von der man ſich losmachen muß. Aber daß die Mutter all⸗ zu ſchonend gegen die Tochter war; daß ſie von Seiten ihrer Eltern uͤberhaupt keinen Widerſtand fand; daß man bisweilen we⸗ nigſtens, in ihrer Gegenwart, uͤber Wil⸗ ling die guͤnſtigſten Urtheile fallte; daß man von ihm, wie von einem Freund und Verwandten ſprach, deſſen Beſuch man im Herbſte erwarte, auf deſſen Erſcheinung
man ſich freue, das war es eben, was
Brigitten in dem ſuͤßen Glauben beſtärkte, daß eine unzertrennliche Verbindung mit ihm keine Unmöglichkeit ſey. Sie aͤußerte es ſogar unverholen, daß ſie mit wahrer
Freude dem Augenblicke entgegen ſehe, wo
in Weſtgreußen ein Juͤngling wieder er⸗ ſcheinen werde, den die Eltern ſo ruͤhmten, und es ſey ihr Wunſch, ſeine n machen.
De Madame Berthes wunderte ſich
nicht mehr uͤber die Unvorſichtigkeit der


