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zu machen und ihre liebenswurdigen Pfle⸗ getoͤchter kennen zu lernen, uͤber deren Vorzüglichkeit in der weiten Umgegend nur eine Stimme ſey. Im Herbſt werde er nach Erfurt und auch nach Weſtgreußen kommen, da er von dem herrlichen Graf und ſeiner eben ſo fuͤrtrefflichen Gemahlin dahin eingeladen ſey. S Sobald Madame Berthes von der Ab⸗ reiſe Willings Nachricht erhielt und daß er nicht mehr in Weſtgreußen war, kehrte ſie mit den beiden Pflegetochtern nach Erfurt zuruͤck. Hier fand ſie einen Brief von dem Capitain, deſſen Inholt ſie um ſo mehr in Erſtaunen ſetzte, als ſie der Graͤfin gemel⸗ det hatte, wie vorſichtig Brigitte bewacht
werden muͤſſe, wenn ſich zwiſchen ihr und
Willing kein Verhältniß anſpinnen ſollte, das von ernſten Folgen ſeyn konnte. um ihrer Sache gewiß zu werden, ſagte ſie zu den Mädchen, denen ſie den Brief ver⸗
heimlichte:„Gewiß habt Ihr Beide Ver⸗
langen, Eure Eltern zu ſehen, die Tage ſind ſchoͤn, ich dächte, wir reiſeten dahin


