Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
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genheit giebt, ſich in einem vortheilhaften Lichte zu zeigen. Er wußte es, wie bereit ſie ſind, die Gefaͤlligkeit zu belohnen, welche ihnen kein Hinderniß in den Weg legt, um in einem angenehmen Lichte zu erſchei⸗ nen. Wirklich bot er, aus wichtigen Gruͤnden, Alles auf, um die Mutter der reizenden Brigitte in eine Stimmung zu ſetzen, die ihm guͤnſtig war und ihm die Bahn zu dem vorgeſteckten Ziete ebnen und erleichtern konnte. Ja, er kannte die Macht des Weibes uber das männliche Gemuͤth, die zwar unſcheinbar und verbor⸗ gen wirkt, aber ihre Zwecke deſto ſicherer und unfehlbar erreicht. Bedurfte er bei dem Graf einer Fuͤrſprecherin, wo fand er eine kraͤftigere und nachdruͤcklichere, als eben in der Graͤfin?“

Von ſeiner Tante erfuhr er's durch verbluͤmtes Fragen, deſſen Sinn weder ihr Scharfſinn, noch ihr Glaube errieth, daß Brigitte ein einfaches, unbefangenes Land⸗ maͤdchen ſey, das mit keinem Juͤnglinge in irgend einem Verhältniſſe ſtehe; aber