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begehen, iſt keine gemeine Tugend. Um Euch Beide ruhiger zu ſtimmen, erlaubt mir guͤtig einige Bemerkungen, vielleicht machen ſie den Graf in Euern Augen auch verzeihlicher.“—„Nun, ſo rede, liebe Anna,“ bat die Gräfin,„ich hoͤre Dich gern. Es giebt eine Betaubung des Ge⸗ muͤths, aus der man ſich durch den Rath und die Vorſtellungen Anderer leichter erholt.“
Anna begann alſo:„Selbſt in Jakobs Wuth und Rache liegt der offenbare Be⸗ weis der grenzenloſen Liebe, die er fuͤr Glami empfand. Er hat eine Hoffnung verloren, die ihm an ihrer Seite die Zu⸗ kunft in hellem Sonnenlichte ſehen ließ. Bei ihm waltete kein Zweifel ob, da er Glami's Herz zu haben glauben konnte, daß ſie ihm auch ihre Hand reichen wuͤrde. Sie giebt eine abſchlägliche Antwort, dieſe


