Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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einbildeſt. Wohl haͤtteſt Du in ſeiner Lage

nicht anders gethan, wie er, und hat er wirklich nach Deinem Ermeſſen gefehlt, ihm wollteſt Du nicht verzeihen? Mit dem Verluſte eines Freundes geht uns ein gro⸗ ßes Gut verloren. Haͤrter konnteſt Du ihn nicht beleidigen, als daß Du ſeine Hand zuruͤckwieſeſt, und hinterher die kraͤnkenden Worte ſagteſt! Willſt Du meinen Schmerz erhoͤhen, der mir in der Bruſt ohne Auf⸗ hoͤren wuͤhlt? Iſt das der Dank fuͤr meine Liebe, lohnt die Kindespflicht Mutterzart⸗ lichkeit alſo? Waͤre Dein Vater hier, mit Gewalt wuͤrde er Dir das abpreſſen, warum Dich meine Liebe bittet. Wie zwecklos, wie unverſtaͤndig iſt Deine Wuth! Wohlan, geſelle Dich zu den Feinden des Adels, zu denen, die Deinen Vater verbannten, und ſiehe zu, was Dir das fuͤr Fruͤchte trägt. Haͤtte ich umſonſt Gutes von Dir gehofft, hatte ich mich uͤber Dich gefreuet, als Du