Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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unterſcheiden noch nicht gelernt hat, ver⸗ zeihen. Darum laßt Gnade fuͤr Recht ergehen.

Ehe der Koͤnig ein Wort redete, ſagte der Graf:Kardinal, ich mag Eure Fuͤr⸗ ſprache nicht, die Wahrheit, die ich redete, bedarf ihrer nicht. Bedenkt, daß Ihr es nicht mit einem Kinde, ſondern mit einem Manne zu thun habt, der es wohl einſieht, Ihr gehoͤrt nicht auf die Stelle, die man Euch eingeraͤumt hat. Beleidigt mich mit Eurer falſchen Guͤte nicht laͤnger, wenn Ihr mich nicht zum Zorn reizen wollt. Der Koͤnig hat mir das Urtheil ſchon ge⸗ ſprochen, Ihr ſollt es beſtätigen. Herrlich, herrlich, daß man die Wahrheit ſtraft, und der Falſchheit und Büͤberei alle Belohnun⸗ gen anvietet! Herrlich, daß man den Adel von ſeinen ehrenvollen Stellen weiſet, und ſie dem Schwarm der Geiſtlichen ein⸗