Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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ſteht, mißbraucht, der muß ſie verlieren. Faßt ein Urtheil ab.

Koͤnig, ſo erwiederte der Kardinal, um keine Uebereilung zu begehen, welche dem Koͤnig und Richter am ſchwerſten ver⸗ ziehen wird, laßt uns Zeit zum ruhigen Nachdenken. Der Graf verbleibe in Edin⸗ burg in ſicherm Verwahrſam. Wird er es ſelbſt eingeſtaͤndig, daß die Leidenſchaſt, welche den freien Gebrauch der Vernunſt hemmt, ihn Ungebührliches herausſtoßen ließ, ſo wird die koͤnigliche Guͤte das Ur⸗ theil der Gerechtigkeit mildern. Verzeihung da, wo man ſtrafen koͤnnte, iſt Gottes Weiſe, beſchaͤmt und beſſert die Herzen oft. Der Verſuch, ſo daͤchte ich, ſteht mit dem Graf zu wagen. Was er Gehaͤſſiges und Feindſeliges mir in's Geſicht ſagte, das will ich ihm wie einem unmuͤndigen Finde, welches das Recht vom Unrecht zu