Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
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und wohl beſaß ſie alle Eigenſchaſten, um einem Füͤrſtenthrone zur Zierde zu dienen. Das erkannte die Wittwe Königin ſelbſt und ſie verſtattete und genehmigte den Um⸗ gang ihres Sohnes mit der liebenswuͤrdigen Lady in ſeinem Jünglingsalter, als er noch nicht die Koͤnigskrone trug. Eine zaͤrtliche Neigung gegen ſie hatte ſein Herz gefeſſelt, und bald blieb es ihr nicht ungewiß und unentſchieden, daß er innige, feurige Liebe jüͤr ſie empfand. Als ihr der junge, ſchoͤne, einnehmende Mann mit dieſem Wohlgefal⸗ len huldigte, als er mit den Beweiſen einer Gunſt, wodurch er ſie bei öffentlichen Ge⸗ legenheiten auszeichnete, nicht zuruͤckhielt, da wurde auch in ihrer Bruſt die Flamme der Liebe angefacht, und ſie wuͤnſchte ſich ihn zum Gatten auch dann, wenn er nicht der Erbe eines Thrones war. Es waren die ſeligſten Stunden ihres Lebens, wenn ſie mit Jakob in dem Schloßgarten von