Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
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Die alte Graͤfin wurde nicht ſowohl von der Theilnahme an dem Mißgeſchick ihres Sohnes ſchmerzlich geruͤhrt, indem er, nach ihrem Urtheil, der eigene Stifter deſ⸗ ſelben war, als ſie ſich auf's heftigſte uͤber weit groͤßere Verluſte, die ſie erlitten hatte, die ſie noch furchtete, ohne daß ſie ſie ver⸗ hindern konnte, betruͤbte. Die Verachtung ihres Sohnes verbreitete auch uͤber ſie un⸗ gunſtige Schatten. Die Vornehmſten mie⸗ den ihren Umgang, ſie mußte ſich aus den Zirkeln entfernen, wo ſie ſonſt die erſte Rolle ſpielte, und Alle ihr mit Huldigung begegneten. Selbſt die Wittwe Koͤnigin, die ſie fruͤher mit Gnadenbezeugungen uͤber⸗ haͤufte, bekuͤmmerte ſich nicht mehr um ie, und man gab es ihr insgeheim zu ver⸗ ſtehen, daß ſie keine Annäherung ſuchen, den Hof meiden ſolle, wenn ſie ſich nicht einer demüthigenden Krankung ausſetzen wollte. Am meiſten aber wurde ihr Herz durch das