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Gefangen und befreit : vaterländisches Gemälde aus den Jahren 1806-1814 / von Julius Mühlfeld
Entstehung
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das Heer Schwarzenberg's von Genf her auf Paris anrückte. Aber der Löwe, in ſeiner Höhle angegriffen, zeigte noch einmal ſeine ganze Kraft. Muthig rückte er den Feinden entgegen und verſuchte wieder das alte Ma⸗ növer, jedes der verbündeten Heere einzeln zu ſchlagen. Bei Brienne fiel er über Blücher her, konnte ihn je⸗ doch nicht überwältigen, ſondern mußte dem alten Mar⸗ ſchallVorwärts weichen, bei La Rothiere ward er von den Verbündeten geſchlagen, und ſchon gab er Alles verloren und gab ſeinem Geſandten Vollmacht zum Frie⸗ den um jeden Preis, als die Fehler der Verbündeten und ihre Vereinzelung ihm von Neuem Muth machten. Die Gelegenheit benutzend, ſchlug er das ſchleſiſche Heer und das Hauptheer hintereinander, und Siegeshoffnung, neuer Muth bemächtigten ſich ſeiner. Von einem demüthi⸗ genden Frieden war nicht mehr die Rede, mit dem Wieder⸗ erglänzen ſeines Glücksſterns wuchs auch ſchnell ſein Ueber⸗ muth, und in ſeinem Siegesſtolze behauptete Napoleon: er ſei jetzt näher an Wien, als die Verbündeten an Paris. Da rief Schwarzenberg Blücher zur Vereinigung, um eine große Hauptſchlacht zu liefern, und dieſer nie gebengte Held eilte ſo ſchnell und freudig herbei, daß Napoleon ſeinen Augen kaum traute, als er den vor einigen Tagen beſiegten Gegner von Neuem ungebeugt und kampfes⸗ luſtig ſich gegenüber ſah. Doch die beabſichtigte Schlacht unterblieb. Oeſter⸗