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Gefangen und befreit : vaterländisches Gemälde aus den Jahren 1806-1814 / von Julius Mühlfeld
Entstehung
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Sieg gekoſtet hatte, und es weinte und klagte gar bald wieder, als es vernahm, wie man nach der Schlacht ſich beiderſeitig zurückgezogen habe, um ſich zu erholen und zu ſtärken.

Noch war die Zeit nicht gekommen zur Wieder⸗ erhebung Deutſchlands; es nußte noch tiefer ſinken, um für die Freiheit reif zu werden.

So war der Frühling herangekommen und nun litt es auch Albrecht nicht länger in der engen Bauernhütte; es trieb ihn hinaus, hinauf nach Norden, wo ſein König bereit ſtand, gegen den Thrannen auf's Neue das Schwert zu ergreifen. Und Johanna, das liebende Mädchen, ſie hielt ihn nicht. Sie erſtickte den heißen Trennungsſchmerz in ihrer Bruſt, denn ſie wußte, daß er recht that, und beſtärkte ihn noch in ſeinem Vorſatze, ob auch ihr lieben⸗ des Herz blutete und ihre Bruſt zu zerſpringen drohte bei dem Gedanken, daß der Geliebte nun hinausziehen und ſeine Bruſt dem Feinde bieten ſollte.

Aber Johanna war ein ſtarkes Mädchen; die Liebe zum Vaterlande überwog Alles, und ſtandhaft erwiderte ſie ſeinen Abſchiedskuß, als er nun aufbrach, um hinweg zu ziehen; mit feſter Stimme wiederholte ſie ſein Ab⸗ ſchiedswort:

„Auf Wiederſehen, wenn Deutſchland frei iſt!“ Aber als nun Albrecht hinter dem nahen Hügel ver⸗