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tet kam. Stummes Entſetzen hatte Alle erfaßt und ſie vermieden es, einander anzuſehen, um nicht in den Blicken des Andern die eigene Troſtloſigkeit wieder zu finden.
„Ja, Magdeburg iſt gefallen,“ fuhr der Alte lang⸗
ſam fort,„gefallen zu Deutſchlands Schande, die ſelbſt der glänzendſte Sieg nicht wieder abwaſchen könnte, wenn für uns die Zeit der Siege auch nicht vorbei wäre. Dieſe Feſtung, die vor Jahrhunderten einem vielmal über⸗ legenen Feinde wochenlang getrotzt, die er nur durch heißen Kampf und Sturm erobern konnte, dieſes ſelbe Magdeburg hat ſich vor wenigen Tagen mit 24.000 Truppen und 800 Kanonen, nebſt ungeheuern Vorräthen an den Marſchall Ney übergeben, der mit kaum 10.000 Mann und gar keinem Belagerungsgeſchütz vor ihre Wille rückte.“ Unmöglich!“ riefen Johanna und Albrecht wie aus einem Munde, und ſtarrten entſetzt den alten ge⸗ beugten Mann an, von dem ſie hätten glauben mögen, daß er im Fieber rede.
„Unmöglich— aber doch wahr!“ ſetzte dieſer hinzu; „aber dieſe That ſteht auch einzig da in der Geſchichte aller Zeiten und Völker, und es iſt ganz recht, daß ein Land untergeht, das ſolche Bewohner zählt, wie die Ver⸗ theidiger von Magdeburg. Wollte nur Gott meinen


