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Gefangen und befreit : vaterländisches Gemälde aus den Jahren 1806-1814 / von Julius Mühlfeld
Entstehung
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verbanden; und während ſie in tollem Rauſche der Schlacht entgegenjubelten, klagte der greiſe Feldherr zu ſeiner Umgebung:

Und mit ſolchen Leuten ſoll ich Krieg führen ge⸗ gen Napoleon? Nein, der größte Dienſt, den ich dem Könige leiſten kaun, iſt, wenn es mir gelingt, ihm den Frieden zu erhalten.

Es war das Heer Friedrich des Großen, das ge⸗ gen Napoleon zu Felde zog, und noch mancher Krieger befand ſich darunter, der den Schlachtruf des Helden⸗ königs gehört; es war das Heer Friedrich des Großen, aber der Geiſt deſſelben fehlte darin, und wo er mit mächtigem Geiſte geherrſcht und gelenkt hatte, herrſchten jetzt Uneinigkeit, Schwanken, Unentſchloſſenheit und Par⸗ teiſucht.

Der Fürſt von Hohenlohe, der zweite, jüngere Feld⸗

herr des preußiſchen Heeres, mochte ſich den Befehlen des

Oberfeldherrn nicht unterordnen und verdarb durch Trotz und Widerſpruch Manches, was bei ſtrenger Einigkeit hätte gut gemacht werden können.

Selbſt der König ſagte:

Das kann nicht gut gehen; es iſt eine unbeſchreib⸗ liche Confuſion. Die Herren wollen das aber nicht glau⸗ ben und behaupten, ich wäre noch zu jung und verſtände das nicht. Ich wünſche, daß ich Unrecht habe!

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