Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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Mein letztes Wort, ich bleibe auf meinem Be⸗

ſitzthume! 8.Dann leben Sie wohl, doch werden Sie bald

von mir hören!

Bin begierig! erwiderte Alte phlegmiatiſch,

und blickte kopfſchüttelnd dem Hinwegeilenden nach, der den Weg hinabflog, ie von Furien gepeitſcht. Doch je weiter er kam, um ſo ruhiger ward ſein Schritt, um ſo verzweifelter ſein Ausſehen. Er durfte nicht mehr zweifeln, er war betrogen, betrogen um ſein Letztes, und ſtand nun ganz mittellos und entblößt,

mitten in einer furchtbar ſchönen Wildniß fern der

Heimat, fern jeder rettenden Hand. Eine wahnſinnige Angſt packte ihn und ſchüttelte ſeine Glieder. Die ſchrecklichſten Bilder der Zukunft gaukelten vor ihm her und in ſeiner Seele lebte kein Plan und keine Hoffnung mehr. Verzweifelnd an ſeinem Geſchicke, überſchritt er

die Grenze der Farm, die er mit ſo freudigem Eigen⸗

thümerbewußtſein betreten hatte; ſein Muth war ge⸗ brochen, ſeine Hoffnung tief gebeugt, und langſam, mit ſchweren Schritten verfolgte er den Weg nach New⸗Orleans.

Ende des dritten Bandes.

Druck von Lutſchansky& Spitzer.