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betrügen, die da kaufen ohne nach dem Rechte des Verkäufers zu fragen. Ich bedauere Sie, Herr, aber ich kann Ihnen doch nicht helfen, und Sie können es mir nicht verdenken, daß ich, John Stephenſon, Farmer auf „ dieſer meiner Farm bin und bleibe, allen Ihren unechten Kaufbriefen zum Trotze. Ich kann es Ihnen auch nicht verdenken, wenn Sie die Behörden deshalb befragen und ſich Gewißheit verſchaffen— für jetzt aber ſind Sie mein Gaſt, und es iſt meine Pflicht, Ihnen das Unan⸗
genehme des Vorfalls wenigſtens ſo lange vergeſſen zu machen, als Sie in meinem Hauſe weilen.“ „Sie wollen alſo die Farm nicht räumen?“ rief Harder heftig dagegen,„wollen mich nicht in meinen wohlerworbenen Beſitz treten laſſen?— Sehen Sie hier, da ſteht es: Das Haus, Feld, ein Stück Urwald und zwei Sclaven.“ „Ziemlich genau unterrichtet,“ entgegnete der Alte trocken,„es iſt weiter Keiner vergeſſen, als ich und meine Familie; wir ſind doch aber immer noch die Hauptper⸗ ſonen, und werden ſie auch wohl bleiben müſſen.“ „Sie wollen alſo mein Beſitzthum gutwillig nicht räumen?— Iſt das Ihr letztes Wort, Mr. Stephenſon?“ rief Harder außer ſich, denn vor ſeiner bedrängten Seele
ſtand das Schickſal mit der Fackel des Verderbens in den Händen.
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