mit den herzlichſten Segenswünſchen und manchem guten Rathe von ihm Abſchied.
„Die Deutſchen ſind doch gut,“— dachte Hans als er nun allein war, faſt gerührt,„wie hätte ich daran denken können, hier, im fremden Lande, eine ſo herzliche Theilnahme zu finden!“
Dann fühlte er noch einmal nach ſeinem Kauf⸗ briefe, der wohlverwahrt in der Bruſttaſche ruhte, und ſchlenderte nachläſſig auf dem Verdecke des Dampfers auf und nieder, der einer Arche Noah's voll allerlei Menſchenracen glich. Auch Indianer ſah Hans hier zum erſten Male, die den Dampfer benutzten, um nach dem Süden zu gelangen, und bewunderte ihre edle, ernſte Haltung und die eigenthümlichen Schmuckſachen, die ihre Glieder zieren ſollten.
Mit mächtigem Rauſchen griffen unterdeß die Rä⸗ der des Dampfers vorwärts, und wie ein Vogel ge⸗ ſchwind, flog er den ſtolzen Strom hinab.——— In einer der freundlichſten Farmen des Staates
Louiſiana, die einem Mr. Stephenſon gehörte, ſaß dieſer
mit ſeiner Familie eben beim Mittageſſen, als ein Frem⸗ der die Farm betrat und ſeinen prüfenden Blick wohl⸗ gefällig auf den blühenden Anlagen ruhen ließ. Alles, was er da erblickte, trug den Stämpel der Sorgfalt und
Ordnung, und ſehr zufrieden ſchritt der Fremde dem
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