ßen Staates hin, zu der ſie beſonders durch ihre günſtige Lage emporgehoben wurde. New⸗York, welches vor zwei⸗ hunder Jahren kaum ein Tauſend Einwohner zählte, die keine Ahnung von der wichtigen Bedeutung dieſes Platzes hegten, zählt jetzt weit über eine halbe Million Seelen und hat einen Umfang von mehr als neun Mei⸗ len. Die alten Gebäude und Magazine ſind ſämmtlich durch neue und elegante erſetzt worden, und im„Broad- way,“ der Hauptſtraße der ſchönen Stadt, vereini⸗ gen ſich Handel und Geſchäftswelt mit der eigentlichen huute-volée und machen dieſelbe zum Glanzpunkte, zu einem Sitze des lebhafteſten Verkehrs, wie der Kunſt und Eleganz.
Von dieſem„breiten Wege“ hatte Harder erzählen hören, und ihn ſuchte er auch zuerſt auf, um ſogleich einen Totakeindruck von der berühmten Stadt zu gewin⸗ nen, die ihm ſo ganz anders, ſo viel lebendiger und hei⸗ terer erſchien, als eine deutſche Reſidenz. Ueberall ſah er geſchäftig verkehrende Menſchen in allen Farben und Coſtumen, hörte er das lebhafte Kanderwelſch der ver⸗ ſchiedenſten Sprachen, alle Modulationen des Geläch⸗ ters und der Heiterkeit, und er fühlte ſich wie auf einem ungeheuren Maskenfeſte im Carneval, auf dem Keiner ſich um den Anderen kümmert, ſondern Jeder nur dar⸗ nach trachtet, heiter zu ſein und ſich zu amüſiren.


