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alte Advocat kannte aus langjähriger Erfahrung und durch Reiſen Amerika und ſeine Verhältniſſe gründlich, und erſtaunte nicht wenig, als Harder im Laufe des Ge⸗ ſpräches mit ſeinen freiherrlichen Anſichten und Hoffnungen hervortrat, und mit der dem Adel angebornen Sicherheit auf ein glänzendes Los in der neuen Heimat rechnete, als ob ſolches ihm, dem letzten Sproſſen der Harders, als natürliches Erbe zufallen müſſe.
MW Roſt war ein zu erfahrener Weltmann und hatte doch auch zu lange in Deutſchland gelebt, um nicht ſofort die Sprache des dortigen Adels heraus zu erkennen, der mit einer Manier der Berechtigung Vorzüge vor den niedrig Geborenen beanſprucht, die ihm in dem friedlichen Vaterkande und von der paſſiven Duldſamkeit der guten deutſchen Bürger nur zu gefällig zugeſtanden werden. Er erkannte die beſchränkten Anſichten des jungen Man⸗ nes vollkommen, der keine Ahnung von den Zuſtänden und ſtaatlichen Einrichtungen in dem Lande jenſeits des großen Salzwaſſers hatte, von dem er weiter nichts ge⸗ hört, als daß es frei ſei, daß ſeine Völker als große Re⸗ publik ſich ſelber regierten, ohne zu ahnen, daß dieſe Frei⸗ heit beſonders und vor Allem in einer Gleichberechtigung der Menſchen, in einer Berechtigung der Arbeit und des kräftigen Strebens und in der Emancipation von den Vorrechten, Ein⸗ und Uebergriffen des Adels ihre Wur⸗


