Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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cipien huldigte, und in die jetzt erſt die neue Zeit mit ih⸗ ren neuen Herrſchern langſam einzudringen bemüht war, — bis jetzt noch von den Anforderungen der Gegenwart verſchont geblieben und hatte ſich auf ihrem Gute noch immer in den alten Träumen alten Glanzes gewiegt.— Heute aber pochte die Neuzeit ſtürmiſch an die ver⸗ ſchloſſene Thür, und die Generalin ſaß ſtarr und ſchre⸗ ckensbleich ihren Anforderungen gegenüber.

Lange— lange— brütete ſie vor ſich hin, ihr zuckendes Herz begrub vielleicht die von ihren Altären ge⸗ ſtürzten Ideale, aber ſie konnte nicht anders, ſie mußte es endlich doch anerkennen, was ſo mächtig und gebiete⸗ riſch an ſie herantrat, und langſam und ſchmerzlich er⸗ widerte ſie endlich dem harrenden Freiherrn:

„Ich muß es wohl einſehen, daß Du Recht haſt, Bru⸗ der. Handle darum wie Du mußt, ich kann Deinen Gründen nichts entgegenſtellen. Gott ſei Dank, daß ich nicht mehr aus meinen alten Mauern herauszugehen brauche, daß ich wie eine Unke im Neſte hier ſitze und um die gute alte Zeit trauern kann. Ich paſſe nicht für die neue Zeit, und ihre Principien können nie die meinigen werden;— da iſt es dann gut, daß ich nichts davon zu ſehen brauche, und ehe ſie ſich hier in meine Wildniß verſteigt, ſchütz mich hoffentlich die Pforte der Ahnengruft vor ihrer Be⸗ rührung, die mir ein Greuel iſt.“