Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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thümliche Fiſchgeruch, der für ſchwache Nerven nicht zu empfehlen iſt, ſchon eine Viertelſtunde eher, bevor man in dem Dorfe anlangte.

Armuth iſt ſein Wahrzeichen und Elend und Jam⸗ mer die ſteten Begleiter ſeiner Einwohner, deren wetter⸗ gebräunte, kräftige Geſtalten keinen Sturm fürchten und die ſich im wilden Wogengetoſe, in dem ſie Alles um ſich her vergeſſen, die tobenden Elemente ausgenommen, am wohlſten fühlen. Dann ſtehen ſie unerſchüttert an Maſt und Steuer, lenken mit ſicherm Auge ihre gebrech⸗ liche Jolle und das lauteO hai! ihrer Schifferkehlen wetteifert mit dem Heulen des Sturmes und dem ge⸗ ſpenſtiſchen Rauſchen der Wogen. Sie fürchten dieſe

nicht, wenn ſie düſter und grau, ſchaumgekrönt herbei⸗

rollen, immer auf's Neue ſich überſtürzend; ſie fürchten nicht die wilden Fluthen, die begehrlich ſich emporrecken und lüſtern ziehen und ſchlagen, um Jolle und Mann mit feuchten Armen zu umfangen und ſie hinabzuziehen in ihr unergründliches, feuchtes Reich des Todes!

In ſolchen Gefahren zagt der nordiſche Fiſcher nicht. Er iſt ihnen vertraut von Jugend an, und fühlt ſich am wohlſten, wenn er im Kampfe mit den grollenden Elementen ſeine Rieſenkraft meſſen, die Spannkraft ſeiner Arme und ſeinen Muth erproben kann, der im Kampſe mit den kleinen Fiſchen des Meeres, die er erjagen muß,