Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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211 ſich die Majorin und Eugenie immer näher an einander und verbanden ſich treu, den Heiratsgelüſten des Fran⸗ zoſen einen kräftigen Damm entgegen zu ſetzen.

Eugenie war kalt und ſtolz in ſeiner Gegenwart. Nie kam ein freundliches Wort über ihre Lippen, wenn er in der Nähe war, nie beachtete ſie eine ſeiner zarten Huldigungen. Arm in Arm mit der Mutter, beobachtete ſie zum größten Verdruſſe des Alten eine ſo entſchiedene Defenſive, daß Jeannot in der ganzen Zeit, während Harder krank lag, auch nicht einen Schritt vorwärts ge⸗ angt war.

Eher noch unterhielten ſich die Damen mit Bran⸗ dach, der auch öfters in das Haus kam, und welcher der Majorin lange nicht ſo verhaßt war, als der Franzoſe, obgleich ſie ihn beſſer kannte und durchſchaute, als jenen, und ſich ſelber vor ihm auch wie Eugenien hütete.

Um ſo höher war Hans von Harder in Gunſt ge⸗ ſtiegen. Mit der Liebe miſchte ſich in Eugenien's Herzen beſorgtes Mitleid mit dem Kragken, und die Nachrichten vom Krankenbette, welche der Major faſt täglich nach Hauſe brachte, waren das Einzige, wonach ſie ſchmach⸗ tete, ſo ſehr auch der Alte ſie mit ſcharfen Bemer⸗ kungen würzte und über den liebenden Engel ſpottete, welcher zu Häupten des Kranken wache um die

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