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Freundes Vater, welcher Rath in einer Provinzial⸗ ſtadt war, ſich einer geſetzwidrigen Handlung ſchuldig gemacht habe— und, Durchlaucht, nach dem alten Worte, daß die Sünden der Väter der Fluch der Kinder ſind, wies Herr Dankbar den jungen Mann mit ſeinen Gedichten von ſich und verlegte ſie nicht.“
„Ah!“— rief der Prinz und ſein Auge leuch⸗ tete ſo liebevoll wie ſelten,—„armer junger Mann, ſo thöricht ſind nun aber einmal die Menſchen, und am meiſten ſind es die, welche dem Hofe in irgend einer Weiſe nahe ſtehen.— Jetzt erſt verſtehe ich aber auch Sie, Baron, und Ihre Abſicht, und Sie ſolleu ſich nicht in mir getäuſcht haben.“—
Er reichte Harder die Hand, und drückte ihm die ſeine mit einem freundlichen Blicke des Verſtänd⸗ niſſes. Die edle Seele des Prinzen hatte die ſchöne Abſicht der Bitte erkannt und gewürdigt, und dem guten Herzen gegenüber neigte er ſich ihm im Geiſt noch näher hin als früher— wenn auch kein Wort weiter darüber gewechſelt wurde.
Der Prinz faltete die Blätter zuſammen, und den gütigen Blick auf den hocherfreuten Roſen rich⸗ tend, frug er:
„Ich darf ſie doch einmal mitnehmen?— Sie ſollen bald von mir hören!—— Apropos, es iſt


