203 kundigte ſich ſogar zuweilen ſelber gnadenvoll nach einem oder dem anderen von des Prinzen Proteges und bat ihn, ſortzufahren in der Unterſtützung des Guten und Schönen, zu deſſen Pflege die geplagten Herrſcher oft niht Zeit hätten.
Von ſchöner Geſtalt, ausdrucksvollen Zügen, kunſtliebend und mit einem trefflichen Herzen begabt, reich und, als naher Anverwandter des Herrſch herhau ſes, bei Hofe geſchätzt und angeſehen:— das war Prinz Kaver, der ſoeben in das Dachſtübch en der Witwe Roſen trat, und mit ſeinem Feuerauge die Signora ſuchte.
Als er den Reconvalescenten friſch und munter am Fenſter erblickte, flog ein freundliches Lächeln um ſeine Lippen und freudig rief er:„Willkommen, Baron! Nehmen Sie meinen Glückwunſch und möchten Sie noch einmal für ein halbes Jahrhundert aecordirt haben!“
„Danke, danke, mein Prinz,— auch ich bin heute frohbewegt, wie ich es ſeit Jahren nicht mehr gekannt habe. Es, iſt ein eigen beglückendes Gefühl— wieder geſund und dem Leben neu gegeben,— ja gleichſam neu geboren zu ſein, und ich könnte heute in dieſer Stim⸗ mung alle meine Feinde an das Herz drücken und Ver⸗ ſöhnung mit ihnen feiern.“
„Donnerwetter, Baron, in ſo gnädiger Stimmung!
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